Lost in our world

Chapter 1 - How could this happen to me?

„Allison pass auf da vorne!!!“ schreit mich meine Mutter neben mir an. Ich versuche auszuweichen, doch der andere Wagen fährt mit 100 Sachen in die Beifahrertür rein. Wir werden in einen Graben geschleudert und überschlagen uns.
„Mooom!“ schreie ich noch, verliere aber mein Bewusstsein.
AH! Wo bin ich? Wo ist Mom? Ich öffne die Augen. Ah ist dass hell. Was ist passiert? Ich liege auf nassem Boden. Ich bin ganz durchnässt. Der regen prasselt noch auf mein Gesicht.
„Hilfe!“ versuche ich zu schreien kann es aber nicht, es kommt kein Laut aus meinem Mund. Ich versuche aufzustehen. Aua mein Bein, mein Arm, mein Kopf. Alles tut höllisch weh. Ich ziehe mich unter schmerzen vorwärts. Es kommen 2 Rettungshelfer, sie heben mich auf eine Trage.
„Wo ist meine Mom?“ frage ich sie flüsternd. Sie antworten mir nicht, sie scheinen mich nicht zu hören, es ist zu viel Lärm um uns herum.
Ich schaue mich um. Ich weiß nicht wo ich bin. Schock! Da liegt meine Mutter. Ungefähr 4 Ärzte stehen um sie herum. Sie versuchen sie widerzubeleben. NEIN! MOM! Tu mir das nicht an! Verlass mich nicht! Ich versuche von der Trage runterzuklettern, doch die Sanitäter heben mich fest. Ich höre nur den Lärm um mich herum, merke aber dass sie von mir gegangen ist. Ich schaue mich noch um. Dort hinten ist das andere Auto, geschrottet, wie unseres. Die Insassen sind schon im Krankenwagen. Ich wehre mich nicht mehr und lege mich hin. Ich bin geschockt. Wieso musste das passieren? Sie fahren mich ins Krankenhaus wo ich sofort operiert werde.


Chapter 2 - I'm sorry I can't be perfect..

Ich öffne meine Augen. Ich sehe alles verschwommen. Mein Bein und mein Arm sind gegipst. Um meinen Kopf habe ich einen Verband. Mir tut immer noch alles weh. Die Krankenschwester kommt herein, hinter ihr 2 Polizisten. Sie gehen zu dem Bett dass mir gegenüber steht. Ich richte mich etwas auf um zu sehen wer dort liegt. Es ist ein Junge in meinem Alter, er hat sein linkes Bein und seinen rechten Arm eingegipst, um seinen Kopf ist auch ein verband, man sieht aber viele Schürf- und Platzwunden. Er ist nicht bei Bewusstsein. Jetzt kommen sie zu mir. Ich lege mich wieder hin.
„Guten Tag, es tut uns Leid ihnen Mitteilen zu müssen dass ihre Mutter noch am Unfallort gestorben ist. Jedoch bitten wir sie uns einige Fragen zu beantworten, wenn sie sich dazu in der Lage fühlen.“ sagt eine noch recht junge Polizistin.
Ich nicke nur da ich kaum sprechen kann. Sie befragen mich. Nach einigen Fragen fange ich an zu weinen. Sie verlassen wieder den Raum. Mein Vater betritt das Zimmer. Er kommt zu mir.
„Hallo Allison, wo ist deine Mutter?“ fragt er mich. Er hat sich nochnie für mich interessiert, für ihn war ich immer nur das kleine lästige Kind.
„Sie...ist...tot...“ sage ich wieder flüsternd und beginne wieder zu weinen.
„WAS!?“ schreit er mich an. Ich schaue ihn nicht an.
„Das ist alles nur deine Schuld!“ schreit er erneut. Eine Krankenschwester kommt in den Raum.
„Sir, ich bitte sie ruhiger zu sein, der junge Mann und ihre Tochter brauchen Ruhe.“ Bittet sie ihn. Er schaut mich mit einem Hasserfüllten Blick an, den ich nur zu gut kenne, und verlässt dann das Zimmer. Die Krankenschwester geht auch wieder raus. Ich schlafe weinend ein.


Chapter 3 - Who are all those people around me?

Am nächsten Morgen wache ich verschwitzt und unter Schmerzen auf. Eine Krankenschwester gibt mir Schmerztabletten, nun ist es nicht mehr all zu schlimm. Der Junge im anderen Bett ist aufgewacht. Seine Mutter und ein anderer Junge, der auch Verletzungen hat, betreten den Raum und setzen sich an sein Bett.
„Der Doktor meint du wirst wieder ok Schatz, ich bin so froh dass du noch lebst.“ Sagt seine Mutter.
„Ja Pierre zum Glück ich hatte solche Angst, mir is ja kaum was passiert nur nen Gebrochenen Arm und n paar Schürfwunden.“ Sagt der Junge der mit reingekommen ist.
„Was ist mit...“ fragt Pierre. Die anderen beiden schweigen. Dann sagt seine Mutter
„Es tut mir leid Schatz....er ist am Unfallort gestorben....“ Nach 15 Minuten muss seine Mutter Arbeiten gehen. Der andere Junge bleibt und noch 4 andere Jungen kommen rein. Ich liege die ganze Zeit in meinem Bett und starre an die Decke. Meine Mutter ist tot....Mein Vater hasst mich und gibt mir die Schuld daran...dabei können wir beide nichts dafür.....schließlich ist das andere Auto in uns reingeraßt.
„Wer war in dem andren Auto? Was ist mit ihnen passiert?“ fragt einer der Jungs.
„Ich weiß nicht mir hat keiner was gesagt.“ Meint Pierre. Die Polizisten kommen wieder, sie befragen ihn. Nachdem sie gegangen sind fragt er mich von seinem Bett aus
„Warst du in dem andren Auto?“ Ich richte mich etwas auf.
„....Ja.....Meine Mutter und ich....“ antworte ich.
„Und deine Mutter ist....“ Sie schauen mich alle an.
„Sie ist tot....“ sage ich mit trauriger Stimme. „Nur ihr beide?“ fragt ein anderer.
„Ja...und bei euch?“
„David...“ er zeigt auf ihn,
„Ich und ein Kumpel von uns....er hat das Auto gefahren....“ sagt Pierre. Ich gehe nicht weiter drauf ein. Die Jungs müssen gehen damit Pierre und ich noch etwas Ruhe haben.


Chapter 4 - Funeral

Heute ist die Beerdigung von meiner Mom und Pierre’s Freund. Wir werden beide im Rollstuhl hingebracht. Es sind ganz viele Leute da die ich nicht kenne. Ich schaue durch die Leute, sehe aber meinen Vater nicht. Wenigstens bei ihrer Beerdigung hätte er da sein können. Sonst habe ich keine Familie. Der Priester spricht einige Worte, dann Pierre und dann ich. Ich fange mittendrin an zu weinen. Jetzt kommen sie unter die Erde. Ich werde sie nie wieder sehen. Vor meinen Augen sehe ich nocheinmal die schönsten Erlebnisse mit ihr. Tschau Mom...ich werde dich nie vergessen. Die anderen gehen noch etwas essen. Ich werde aber zurück ins Krankenhaus gefahren, mich hält ja hier nichts mehr.
Im Krankenhaus lege ich mich ins Bett und weine bei dem Gedanken sie für immer verloren zu haben, für immer alleine zu sein.


Chapter 5 - The one last person who I love leaves me

Diese Tage liege ich nur stumm in meinem Bett, den Vorhang zugezogen, starre an die Decke, esse und trinke nichts. Mein Vater war kein einziges mal da. Damit habe ich mich schon abgefunden, ich werde ihn wohl auch nie wieder sehen. Ich höre einige male wie Pierre besuch hat, wie sie lachen, wie glücklich sie doch sind. Keiner besucht mich, keinen kümmert es wie es mir geht. Nur die Krankenschwester, die ich nicht einmal kenne, sagt jedes Mal
„Nun ess doch ein kleines bisschen wenigstens.“ , doch ich lehne immer ab.
„Ally?“ sagt eine Stimme. Moment mal. Ally nennt mich nur eine Person. Ich setze mich.
„Lilly?“ frage ich zurück. Der Vorhang wird aufgezogen. Da steht Lilly, meine einzigste, und beste Freundin. Sie stürmt gleich auf mich zu und wir umarmen uns.
„Es tut mir so unendlich leid dass ich mich so lang nicht gemeldet habe, aber ich war mit meinen Eltern im Urlaub. Und Zuhause bei dir war keiner. Da hab ich mir Sorgen gemacht, weil du auch nicht an dein Handy drangegangen bist. Dann hab ich alle Krankenhäuser angerufen und dich hier gefunden. Was ist denn passiert!?“ fragt sie mich, und dann alles ohne einmal Luft zu holen.
„Setz dich....Also...vor 10 Tagen hatten meine Mutter und ich einen Autounfall....“ erkläre ich ihr. Ihre Augen werden immer größer, um so mehr ich erzähle.
„Oh dass tut mir so leid, deine Mutter war so nett.“ Sie umarmt mich wieder. Nun erzählt sie mir was sie alles im Urlaub erlebt hat. Die Krankenschwester kommt.
„Na Allison, endlich mal Besuch.“ Lächelt sie. Sie hat ein Tablett in der Hand. Ich schaue sie nur mit einem Vielsagenden Blick an.
„Tu mir das nicht an, du musst was essen! Nur ein kleines Bisschen.“ sagt sie mit ernster Stimme, verlässt den Raum, lässt aber das Tablett stehen.
„Wieso isst du nichts?“ fragt mich Lilly besorgt.
„Ich habe keinen Hunger...“ antworte ich.
„Wielange hast du nichts gegessen?“ fragt sie mich mit einer Ernsten Stimme.
„Ich..weiß nicht...“
„Komm schon du musst was essen!“
„Jaja is ja schon gut.“ Sage ich genervt und esse ein kleines Stückchen Apfel.
„....Ich muss dir noch was erzählen...“ fängt Lilly an. Ich schaue sie fragend an.
„Meine...Mom hat jemanden Kennen gelernt....und...sie will zu ihm ziehen...und ich muss mit...“ sie schaut mich betrübt an.
„WAS!?“ schreie ich auf.
“Ja…wir müssen Morgen schon los….Ich wollte dich nur nochmal Besuchen…” Sie bekommt tränen in die Augen. Ich bin schon längst am heulen. Wie kann ihre Mutter uns das antun? Jetzt habe ich wirklich niemanden mehr. Wieso verlassen mich alle die mir was bedeuten?
„Dass kann sie nicht machen!“ weine ich und wir umarmen uns fest. Jetzt muss ich auchnoch zu einer Untersuchung.
„Wir telefonieren ganz oft!“ verspricht sie mir. Sie geht noch mit zum Untersuchungszimmer, geht dann aber nach Hause.


Chapter 6 - I can talk

Ich werde in einer Woche entlassen und kann nach Hause. Doch was erwartet mich da? Erdrückende leere? Nach der Untersuchung komme ich wieder in mein Zimmer. Ich setze mich auf mein Bett.
„Wann wirst du entlassen?“ fragt mich Pierre von seinem Bett aus.
„Nächste Woche wahrscheinlich...und du?“ frage ich zurück.
„So in drei Wochen. Ich muss aber bald wieder fit sein.“
„Wieso denn?“
„Ich singe in ner Band und wir wollten eigentlich nächste Woche anfangen unser Album aufzunehmen.“
„Oh....sind die Jungs, die dich immer Besuchen, auch in der Band?“ frage ich ihn interessiert.
„Ja.“
„Cool, was für ne Art von Musik macht ihr?“
„Ich denke...Punk-rock.“ Antwortet er.
„Cool. Dann wünsch ich euch viel Glück.“
„Danke.“ Wow so viel habe ich in der ganzen letzten Woche nicht geredet. Pierre ist ziemlich nett. Ich schlafe wieder ein.


Chapter 7 - Nightmares suck

Ich habe jedes mal den selben, schrecklichen Traum: Ich fahre mit meiner Mutter im Auto. Dann kommt uns ein Auto entgegen, das mein Vater fährt. Er raßt voll in uns hinein, ich kann nicht ausweichen. Ich öffne meine Augen, meine Mutter liegt regungslos neben mir im Auto. Mein Dad öffnet die Tür und nimmt sie aus dem Wagen. Ich versuche zu schreien, doch es kommt kein einziger Ton aus meinem Mund. Ich bin zu schwer verletzt um mich zu bewegen. Mein Vater kommt wieder und schüttet Benzin auf das Auto. Dann holt er ein Feuerzeug aus der Tasche, macht es an und lässt es Fallen.
„Aaaahhh!“ schreie ich und wache schweißgebadet auf. Ich halte das bald nicht mehr aus! Wann wird das endlich aufhören? Eine Krankenschwester kommt und gibt mir ein Beruhigungsmittel. Ich schlafe wieder ein.


Chapter 8 - all alone

Endlich werde ich entlassen. Ich habe mich in der letzten Woche ein wenig mit den Jungs angefreundet. Die sind saulustig und supernett. Ich winke ihnen zum Abschied und werde dann von einer Polizistin nach Hause gefahren.
Sie bringt mich noch ins Haus und fährt dann wieder los. Ich bedanke mich und lege mich auf die Couch, hoch in mein Zimmer komme ich nicht. Ich merke dass alle Sachen von meinem Dad weg sind, wahrscheinlich ist er wirklich abgehauen. Jetzt bin ich wirklich ganz alleine. Was mach ich jetzt? Ich bekomme in 4 Wochen meine Gibse ab. Ne ganz schön lange Zeit noch. Wie ich die rumschlagen werde weiß ich nochnicht. Ich kringle mich auf der Couch ein und heule wieder. Wieso musste das passieren? Wieso mir? Wieso....? Ich schlafe weinend mit tausend Fragen im Kopf ein. Am nächsten Tag wache ich mit fiesen Kopfschmerzen auf. Ich hole mir eine Tablette und schlucke sie. Boa is mir schlecht. Ich versuche einen Toast runterzuwürgen. Hm jetz is mir noch schlechter, aber ich muss ja was essen. Ich schalte den Fernseher ein und schaue ein paar Stunden fern. Das ist so langweilig. Ich fühle mich so alleine.
Das Telefon klingelt. Ich krame mein Handy aus meiner Tasche und nehme das Gespräch an. Ich muss die nächsten 7 Wochen in eine Therapie gegen Magersucht gehen, erklärt der Doktor. Na toll, was soll ich da? Bin ich wirklich Magersüchtig? Ich mein, ich esse kaum etwas..na ja so langweile ich mich nicht hier zu tode. „Morgen werden sie abgeholt und hingefahren, ich bitte sie dies, auch wenn es hart wird, durchzustehen.“ , bittet er mich. „Ja, werd ich keine Angst.“ , versichere ich ihm.


Chapter 9 - My clothes don't fit me no more

Endlich sind die 7 schrecklichen Wochen um und meine Gibse sind ab. Ich wurde da zum essen gezwungen. Ah ich hasse essen noch mehr als vorher. Ich habe nie wirklich etwas gegessen, habs immer irgendwie weggeschmuggelt. Wieder Zuhause angekommen entscheide ich mich für einen kleinen Spaziergang. Endlich wieder frei. Dort war ich den ganzen Tag eingesperrt in Therapieräumen und musste Krankengymnastik und so Zeugs machen. Ich glaube sogar, ich habe noch mehr abgenommen, na ja egal. Ich bin noch ein wenig wackelig auf den Beinen schaffe es aber in einen Park, der zwanzig Minuten von meinem haus entfernt ist, und setze mich dort auf eine freie Bank. Ich schaue ein paar kleinen Kindern beim spielen zu, wie glücklich sie doch sind, keine Probleme mit ihren Eltern, alles ist in Ordnung.


Chapter 10 - A hug will help

Jemand tippt mir von hinten auf meine Schulter,
„AAHHH!“ , schreie ich, springe auf und drehe mich um.
„Ah du hast mich fast zu Tode erschreckt!“ , beschwere ich mich, „Lach nicht! Was hättest du getan wenn ich umgefallen wäre!?“ , „Dich aufgefangen!“ , zwinkert er und umarmt mich. Ich umarme ihn zurück.
„Du siehst gut aus ohne die vielen Gibse!“ , sagt er nachdem wir unsere Umarmung gelöst haben.
„Danke, du auch! Und was hast du so die letzten sieben Wochen gemacht, Pierre?“ , frage ich ihn und setze mich wieder auf die Bank.
„Naja nachdem ich meine Gibse abbekommen hatte, musste ich zur Krankengymnastik und wir haben endlich angefangen Aufzunehmen!“ , erzählt er mir voller Freude.
„Und du?“ Oje was soll ich ihm sagen? Hm ja ich habe Magersucht will es aber nicht zugeben und alle sagen dass es gefährlich ist? Bestimmt nicht, jedenfalls nicht so direkt..
„Naja ich hatte auch Krankengymnastik und so...“ , erzähle ich, schaue aber auf den Boden.
„Hm..hast du heute noch etwas vor?“ Ich antworte ihm nicht, mir kommen tränen in die Augen.
„Hey, was ist los, wieso weinst du denn?“ , fragt er mich besorgt.
„Naja...“ und ich erzähle ihm die ganze Geschichte mit meinem Vater, jedoch nicht das mit der Therapie. Wieso tue ich das? Ich kenne ihn doch kaum. Es fühlt sich aber gut an alles loszuwerden, darüber zu sprechen, das konnte ich nie. Er umarmt mich, ich fühle mich so geborgen, endlich jemand der mich tröstet.


Chapter 11 - No more crying

„Hey willst du mit zu den Jungs kommen? Wir wollen noch Proben und vielleicht noch Songs aufnehmen. Sie würden sich bestimmt auf freuen dich mal wieder zu sehen!“ , versucht er mich aufzumuntern.
„Ich weiß nicht..“ Ich trockne meine Tränen ab und schaue ihn an.
„Ach komm schon! Das wird dich aufmuntern!“ , spornt er mich weiter an.
„Okay, ich hab ja sonst nichts zu tun.“
„Gut dann lass uns gehen!“ , er springt auf und nimmt meine Hand. Ich stehe auch auf und wir gehen zu, wie er mir erzählt, Chuck’s Haus. Er geht einfach rein, immer noch meine Hand in seiner, und wir gehen zusammen in den Keller. Als er die Kellertür öffnet schauen mich 5 Bekannte Gesichter an.




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